Klavierstimmen

Klaviere und Flügel stimme ich nur nach Gehör!

Eine Stimmung bekommen Sie von mir für nur € 110,-. MwSt., Fahrtkosten und kleinere Tonklemm- oder Pedalquietschreparaturen sind inclusive. In den meisten Fällen ist eine Stimmung pro Jahr ratsam.

Äußerst verstimmt reagieren Klaviere auf zu arge Luftfeuchtigkeitsschwankungen (ideal: 40 – 60%), direktes Sonnenlicht und Zugluft.

Warum nimmt nun der sture Klavierstimmer kein Stimmgerät zur Hilfe? Abgesehen davon, daß es pottlangweilig ist, auf so einen zappelnden Zeiger zu schauen, gibt es einige Gründe, die für das menschliche Ohr sprechen. Klaviersaiten produzieren keine perfekten Schwingungen wie zum Beispiel der Sinusgenerator, den wir aus dem Physikunterricht kennen. Das ist auch gut so, sonst würde ein Klavier auch genauso fürchterlich klingen. Die Klaviertöne, die wir so lieben, erkennen unsere Ohren an ihren Unzulänglichkeiten. Das ist auch einer der  Gründe, warum es Digitalpianos nicht so leicht haben, uns zu gefallen. Die für die Klavierstimmung relevante Eigenart der Klaviertöne nennt sich Teiltonverstimmung oder Inharmonizität. Ich versuche es möglichst kurz zu erklären: Jede einzelne Klaviersaite produziert einen Grundton und mehrere Obertöne, die jeweils unterschiedlich gegenüber ihrem Grundton verstimmt sind. Die meisten Töne auf dem Klavier haben auch noch zwei oder drei von diesen widerspenstigen Drähten. Der Drahtseilakt des Klavierstimmers besteht nun darin, die Töne so zu sortieren, dass die Teiltöne sich nicht zu arg reiben.

Dies wird erreicht durch eine sogenannte Streckung der Stimmung, Basstöne werden etwas tiefer, Diskanttöne etwas höher gestimmt. Moderne Stimmgeräte berücksichtigen dieses Phänomen sogar. Welches Instrument an welcher Stelle mehr oder weniger gestreckt werden sollte, kann jedoch nur ein erfahrenes Ohr entscheiden.

Wer Genaueres erfahren will kann z.B. hier schauen: www.pian-e-forte.de/texte/inharm.htm#inharm

Ich gehe dann mal meine Stimmgabel polieren….



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